Was treibt uns an?

Es gibt verschiedene Gründe, warum sich  Menschen dafür entscheiden, in eine SeniorInnen HausGemeinschaft zu ziehen. Die Beweggründe sind häufig individuell, aber folgende Aspekte spielen oft eine zentrale Rolle:  
 

1. Gesellschaft und soziale Kontakte

    - Gemeinschaft statt Einsamkeit: Viele SeniorInnen suchen nach Möglichkeiten, Isolation zu vermeiden, insbesondere wenn sie alleine leben oder ihre sozialen             Kontakte im Alter weniger geworden sind. Eine SeniorInnen HausGemeinschaft bietet regelmäßigen Kontakt zu Gleichgesinnten.
    - Gemeinsame Aktivitäten: Hausgemeinschaften fördern ein aktives Miteinander, sei es durch gemeinsame Mahlzeiten, Freizeitaktivitäten oder Hobbys.
 

2. Unterstützung im Alltag

     - Praktische Hilfe: In einer SeniorInnen HausGemeinschaft können bei Bedarf Aufgaben wie Einkaufen und Veranstaltungen gemeinsam organisiert  werden.
 

3. Sicherheit und Struktur

    - Sicherheit im Notfall: Viele Senioren fühlen sich wohler, wenn sie wissen, dass im Notfall jemand in der Nähe ist.
    - Strukturierter Alltag: Der Alltag in einer Hausgemeinschaft bietet oft eine Mischung aus Verlässlichkeit und Flexibilität, die Stabilität gibt.
 

4. Autonomie bei gleichzeitigem Gemeinschaftsgefühl

    - Selbstständigkeit bewahren: Anders als in einer Betreuungseinrichtung können BewohnerInnen in einer HausGemeinschaft ihren Alltag individuell gestalten.
    - Gemeinsames Entscheiden: In der Gemeinschaft werden Entscheidungen über den Alltag oder organisatorische Fragen gemeinsam getroffen, was den Bewohnern
      Mitbestimmung ermöglicht.
 

 5. Praktische Überlegungen

     - Angepasste Wohnräume: SeniorInnen ziehen in kleinere, barrierefreie Wohnungen um, die zentrumsnah und besser auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.
 

6. Lebensqualität steigern

    - Aktives Altern: Eine HausGemeinschaft kann die Lebensfreude steigern, weil sie Raum für Aktivitäten und soziale Beziehungen schafft.
    - Gemeinschaftliche Werte: Viele SeniorInnen schätzen die Möglichkeit, in einer Umgebung zu leben, die Wert auf Respekt, Unterstützung und Freundschaft legt.
 

Fazit

Die Entscheidung, in eine SeniorInnen HausGemeinschaft zu ziehen, wird von dem Wunsch nach einem guten Gleichgewicht aus Selbstständigkeit, Gemeinschaft und Unterstützung im Alter geprägt. Es ist eine Lebensform, die sowohl praktische als auch emotionale Bedürfnisse abdeckt und dabei hilft, diesen Lebensabschnitt aktiv und erfüllend zu gestalten.

Wie entsteht eine Hausgemeinschaft?

Initiative ergreifen

Jede/r Interessierte ist eingeladen und aufgefordert, Initiative zu ergreifen. Das ist nicht immer einfach. Es erfordert Mut, Risikobereitschaft, Achtsamkeit, …
Nehme ich mir die Freiheit, zu sagen was ich will? Habe ich die Bereitschaft, mich auf andere einzustellen? Kann ich mich darauf einlassen, was sich gerade ereignet? Das sind nützliche Fähigkeiten, die zur Bildung der Gemeinschafft beitragen.

Umziehen?

Entscheidungen brauchen Zeit – sie müssen reifen. Aber Entscheidungen benötigen trotzdem Entscheidungskraft und die Tat – sie stellen sich nicht von selbst ein.

Junge SeniorInnen

Wir suchen nicht Mieter, sondern „junge“ SeniorInnen. Mit „jung“ ist hier nicht eine Altersangabe gemeint, die noch nicht überschritten ist – also beispielsweise unter 65. „Jung“ steht für solche Eigenschaften wie „interessiert“, „neugierig“ „immer noch (zumindest ein wenig) unternehmungslustig“ oder „aufgeschlossen“. Jung meint geistige Regsamkeit, auch wenn das Knie oder die Hüfte nicht mehr so richtig alles mitmachen kann. Jung ist damit eine Bezeichnung, die in den Kontext des sozialen Miteinanders gehört. Es bedeutet, dass jemand noch die Kraft aufbringt, sich mit anderen Lebensentwürfen respektvoll auseinander zu setzten -– also Gemeinsames zu suchen und Fremdes fremd sein zu lassen. Und bei alldem Freude am Leben empfinden zu können.

Selbstorganisation

Der Verein kann nur einen Rahmen zur Verfügung stellen, damit sich eine Hausgemeinschaft gründen kann. Er kann den Prozess fördern, unterstützen, begleiten. Die Betroffenen müssen es jedoch selbst machen. Selbstbestimmt Leben macht zufrieden – und ist zugleich eine tägliche Herausforderung.

Erfahrungen anderer …

Über den Link https://www.aliasenioren.de/unsere-empfehlung.html können Sie sich über die Erfahrungen der Hausgemeinschaft "ALIA" (Anders Leben im Alter) informieren. Besonders interessant ist ein Interview mit Mitgliedern der Hausgemeinschaft. Es gewährt Einblicke, wie die Hausgemeinschaft entstand, wie die Umzüge bewältigt wurden und was die Gemeinschaft für die Einzelnen bedeutet. 

Wir profitieren auch von den Erfahrungen der Wahlfamilie e.V. in Sonthofen. Dieses Hausgemeinschaft gilt als "best practise Beispiel" im Oberallgäu. Jedoch ist jede Hausgemeinschaft ein Unikat und muss seine eigenen Schritte gehen. (https://wahlfamilie-sonthofen.de/) 

Von anderen Modellen lernen

Die Stiftung trias  verweist mit ihrem Namen auf drei Handlungsfelder, die sie als Stiftung verfolgt : Boden, Ökologie und Wohnen. In einer Broschüre stellt sie sehr praxisorientiert verschiedene Modelle gemeinschaftlichen Wohnens vor. Rechtliche und soziale Fragen eines gelingenden Zusammenlebens werden darin angesprochen und aufbereitet. Eine reichhaltige Zusammenstellung fundierten Wissens und nützlicher Anregungen.